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Die Abteilung "Cheerleader" gibt es seit Oktober 2007 im TSV. Die Cheerleader trainieren mit 10-12 Mädels im Alter von 11-16 Jahre und älter. Gesucht werden weitere Mitglieder. Trainingsort ist die Turnhalle ehemaliges Stadtbad.

Übungsleiterinen: Stefanie Reum

Die Geschichte des Cheerleading

Entwicklung in der USA

Cheerleading ist, wenn man es genau betrachtet, bereits im antiken Griechenland praktiziert worden. Dort feuerte die Menge ihre Sportler bei den Olympischen Spielen an und unterstützte sie so. Die Sportler erlangten vielleicht auch deshalb gute Erfolge.

Das Zurufen und Anfeuern aus den Zuschauerrängen bildete den Grundstein des Cheerleadings, wie man heute vermutet.

Amerika, das Mutterland des Cheerleadings, blickt mittlerweile auf eine über hundertjährige Geschichte im Cheerleading zurück und angefangen hat diese Geschichte an einem College in Minnesota.

An den Colleges in den USA studierten im 19. Jahrhundert fast nur männliche Studenten und diese schauten sich natürlich auch die Sportveranstaltungen ihrer Hochschule an.

Im Jahr 1898 spielte das Footballteam der University of Minnesota eíne ziemlich schlechte Saison. Sie verloren fasst jedes Spiel. Die Studenten trafen sich und diskutierten darüber, wie sie ihr Team unterstützen und sie es motivieren können. Bis zu diesem Zeitpunkt feuerten die Studierten die Spieler von den Zuschauerrängen aus an und wollten ihnen auf diesem Weg helfen. Doch das Zurufen erfolgte sehr unorganisiert und es ging unter. Oftmals erreichte die Mitteilung der Studenten nicht einmal das Spielfeld. Alle Zuschauer riefen durcheinander.

Man beschloss, die Zurufen zu organisieren und ein Student nahm sich dieser Aufgabe an. Dieser Student hieß Johnny Campbell. Er wurde der erste Cheerleader und ist zum Vorreiter dieser Bewegung geworden.

Am 2. November 1898 spielte das Footballteam der University of Minnesota wieder einmal schlecht. Johnny Campbell stand von seinem Sitz im Zuschauerraum auf, stellte sich vor die Menge und organisierte die zurufe. Er kreierte verschiedene Cheers, die von allen gemeinsam gerufen wurden. Das Team fühlte sich gestärkt und unterstützt, es gewann das Spiel. Dieser Erfolg wurde auf das Cheeren der Zuschauer und Johnny Campbell zurückgeführt.

Damit war einen neue Bewegung in den USA geboren. Die damaligen Cheerleader waren ausschließlich Männer. Erst in den 20er Jahren kamen Frauen zu dieser Bewegung. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die ersten Megafone eingeführt. Sie erleichterten es den Zuschauern, die verschiedenen Schlachtrufen zu erkennen und zu übernehmen. Mit dem Einzug der Frauen bekam das Cheerleading einen anderen Charakter. Turn- und Tanzelemente wurden ins Programm eingebaut; auch die Akrobatik wurde zum Thema. Zu diesem Zeitpunkt hielt das Cheerleading Einzug in die Schulen.

In den 30er Jahren wurden die ersten Pompons präsentiert. Sie waren farbig und bestanden damals noch aus Wolle oder Papier. Sie wurden eingesetzt, um die Bewegungen der Cheerleader zu verdeutlichen.

In den 40er Jahren zogen viele Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg. Dies änderte die Struktur in den Teams. Nun waren fast 90% der Teammitglieder weiblich.



Eine große Begeisterungswelle ging durch das Land und Cheerleading wurde überall angeboten und praktiziert.

In den 50er Jahren breitete sich Cheerleading überall aus. In den professionellen Footballteams bildeten sich Cheerleaderteams.

Seit 1978 finden in den USA jährlich eine Cheerleader- Meisterschaft statt.

1996 wurde geschätzt, dass über 600.000 Cheerleader in den USA in verschiedenen Teams tätig sind.



Entwicklung in Deutschland
Die Cheerleader- Bewegung und die Euphorie hat auch vor Deutschland nicht Halt gemacht.

Die Entwicklung des Cheerleadings ging genau wie die Entwicklung des American Footballs sehr rasant vorwärts. In den 70er Jahren gründeten sich in vielen deutschen Städten American Football-Vereine, die nach und nach alle auch ein Cheerleaderteam initiiert. Das erste bekannte Cheerleaderteam waren die Cheerleader der Düsseldorf Panther, die „Pantharettes“. Dieses Team wurde 1988 auch der erste deutsche Meister bei der ersten deutschen Meisterschaft im Cheerleading. Seit 1992 finden die deutschen Meisterschaften jährlich statt. 

Das Cheerleading in Deutschland orientiert sich sehr am Vorbild USA.
Es besteht aus einer Mischung von Tanz, Show, Akrobatik und Unterhaltung. In Deutschland hat man, genau wie in den USA, zwischen Danceteams und Cheerteams unterschieden.

Die NFL Europe (National Football League Europe) gründete sich 1991 in Europa, damals noch unter dem Namen World League. Die Cheerleaderdieser Liga sind reine Danceteams, wie auch die Cheerleader der NFL in den USA.

Auch in Deutschland gibt es einen Markt für Cheerleading. Die Cheerleader von Rhein Fire z.B. haben im Jahr ca. 200 Auftritte und vertreten ihr Team weit über Stadt-, Land- und Bundesgrenzen hinaus. Sie treten bei Veranstaltungen, Messen, Konzerten, TV-Shows, Kongressen usw. auf und arbeiten stets daran, die Sportart Cheerleading und American Football bekannt zu machen.

Derzeit gibt es ca. 400 Cheerleaderteams in Deutschland.



Quelle: Meyer&Meyer Verlag, Cheerleading Technik-Training-Show, Miriam Lopez Hernandez de Alba.